Informations-Licht-Skulptur für Jesse Owens, Olympiastadion Berlin
Ruairí O’Brien entwickelte das Konzept für einen Erinnerungsort vor dem Olympiastadion Berlin, der dem US-amerikanischen Leichtathleten James Cleveland „Jesse“ Owens gewidmet ist. Owens wurde bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin mit vier Goldmedaillen in den Disziplinen 100 Meter, Weitsprung, 200 Meter und 4 × 100 Meter zum erfolgreichsten Athleten der Spiele. Sein Triumph widerlegte auf eindrucksvolle Weise die rassistische Ideologie des Nationalsozialismus.
Die Erinnerungsskulptur verbindet Architektur, Licht, Geschichte und Bewegung zu einem räumlichen Erlebnis. Eine transparente Struktur vor dem Stadion nimmt die 100-Meter-Strecke als erzählerische Linie auf. Spiegelnde und optische Elemente lenken das Sonnenlicht am Tag und erzeugen in der Nacht eine präzise Lichtzeichnung, die Owens’ Lauf, seine Geschwindigkeit und den Moment des Sieges erfahrbar macht.
So entsteht ein Ort zwischen Gedenken, Wahrnehmung und körperlicher Erfahrung: Die Besucherinnen und Besucher sehen nicht nur eine Skulptur, sondern bewegen sich entlang einer Geschichte. Licht, Reflexion, Maßstab und Rhythmus machen Schnelligkeit und Zeit sichtbar — und laden ein zum Sehen, Denken, Lesen, Lernen, Fragen und Verweilen.











